Mustangs - lebende Legenden
Eine Besonderheit in der Mustang-Ausbildung gibt es in Riverton. Im staatlichen Gefängnis bekommen Sträflinge die Chance, Mustangs auszubilden. Diebe und Schwerverbrecher, rund 300 Gefangene haben die Möglichkeit, im Laufe ihrer Haftstrafe, täglich die ihnen anvertrauten Wildpferde unter Anleitung von erfahrenen Trainern auszubilden. Ein Projekt mit einer win win Situation.
Die Pferde werden über lange Zeit bestens ausgebildet und die Sträflinge erfahren zugleich eine Förderung ihres Sozialverhaltens – ein Mustang ist immer ehrlich. Erich Pröll hatte die Chance, zwei Tage lang uneingeschränkt mit der Kamera in diesem Gefängnis zu filmen, Interviews mit den Sträflingen zu führen und bei der Ausbildung der Mustangs dabeizusein.
Im November/Dezember war Erich Pröll wieder bei seinen drei Mustangs, um weiter zu üben. Ähnliche Spiele wie im Sommer, doch diesmal bei klirrender Kälte, bei Schnee und Eis. Schon im November lag Schnee in Wyoming. Die Pferde haben jederzeit die Möglichkeit, in einem Stall Unterschlupf zu suchen, doch sie gehen ganz selten hinein.
Sie schlafen draußen im Schnee, spielen und tollen herum und haben einen dichten wolligen Pelz angelegt. Sie sind kerngesund. Dies wurde auch vom BLM bestätigt. In dieser Zeit war eine Kontrolle angesetzt und eine Mege Formulare wurden ausgefüllt. Die Hufe wurden genau kontrolliert, das Fell der Tiere, die Zähne, die Impfungen, der Gang uvm. Schließlich wurde die beste Haltung bestätigt und auch der perfekte Zustand der Pferde.
Im Frühjahr werden die bereits zweijährigen Pferde weiter ausgebildet und für den Flug vorbereitet. Zuerst ist eine Quarantäne von einem Monat vorgeschrieben und dann soll der Flug über den Atlantik nach Europa erfolgen. Auf der neuen 30 ha Ranch von Erich Pröll werden sie dann leben, im Wald und auf großen Weiden mit anderen Westernpferden und sie werden die Möglichkeit haben, eine Herde zu bilden – in ihrem neuen Pferdeparadies.