Mustangs - lebende Legenden
Dies ist die Geschichte dreier nordamerikanischer Wildpferde, die erstmals von einem Österreicher vom amerikanischen Staat erworben wurden und 2012 nach Österreich kommen.
Mustangs, eine amerikanische Legende – „the spirit of wild west“, Symbol für Freiheit, Schnelligkeit, Mut und Ausdauer. Vor rund 500 Jahren kamen sie aus Europa – mit Columbus, den Konquistatoren und den ersten Siedlern. Vorwiegend spanische Pferde, Andalusier, Berber, Araber, später auch englische Vollblüter, russische und schwere holländische Kaltblüter. Viele entkamen und vermehrten sich, bis um 1700 mehrere millionen Pferde den Westen Nordamerikas besiedelten. Sie wurden, ähnlich wie es den Bisons erging, gnadenlos abgeschossen.
1971 stellte ein Gesetz die Mustangs unter Schutz. Die „Legenden des Wilden Westens“, die Tiere, die die Besiedelung Nordamerikas entscheidend ermöglicht haben, sollten in Zukunft weiter in der Wildnis leben dürfen, auf staatlichem Gebiet in verschiedenen Staaten des Westens. Ihre Zahl nimmt jährlich um 20% bis 30% zu und die Überpopulation wird vom BLM, dem Bureau of Land Management, dem amerikanischen Innenministerium, kontrolliert und geregelt. Unter dieser Regelung der Überpopulation versteht man das Einfangen von Wildpferden, dem Round Up oder Gathering. Erich Pröll durfte mehrmals bei einem Round Up dabei sein.
Die Mustangs werden zuerst in den Pflegestellen des BLM gehalten, geimpft, veterinärisch kontrolliert und behandelt und – was ganz entscheidend ist – sie bekommen einen „freeze-brand“ unter der Mähne am linken Hals. Damit sind sie als Eigentum des amerikanischen Staates gekenntzeichnet und ihre Herkunft und ihr Alter kann ihr Leben lang abgelesen werden.